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    Willkommen im Club

    Lie­ber Max, 

    das Schim­mel­pro­blem habe ich seit ca. 2 Jah­ren.  Bei uns ist Schim­mel im Bad und es war Schim­mel im Kin­der­zim­mer. Wir haben jetzt im Bad einen so genann­ten Ent­lüf­ter ein­ge­baut bekom­men. Der Ent­lüf­ter hat ein­ge­baute Sen­so­ren, die auf zu hohe Feuch­tig­keit rea­gie­ren. Der springt zwar immer flei­ßig an aber das Schim­mel­pro­blem ist nicht gelöst. Da muss das ganze Mau­er­werk auf­ge­ris­sen wer­den und neu iso­liert wer­den. Davor drü­cken sich die Ver­mie­ter gern. 

    Schim­mel ist ein gro­ßes und weit ver­brei­te­tes Pro­blem. Ihr müsst jetzt erst ein­mal her­aus­be­kom­men woher die Ursa­che kommt. Die meis­ten Ver­mie­ter ver­su­chen es erst ein­mal das Pro­blem den Mie­ter unter­zu­schie­ben, frei nach dem Motte “falsch gelüf­tet”. Also Holz­auge sei wach­sam. Dein Ver­mie­ter wird sicher­lich ein Mess­ge­rät mit­brin­gen. Die Mess­ge­räte zei­gen den Feuch­tig­keits­ge­halt der Wand an.

    Als bei mir diese Mes­sung durch­ge­führt wurde, zeigte das Mess­ge­rät ver­tret­bare Werte an. Damit habe ich mich aber nicht abspei­sen las­sen. Ab zur nächs­ten Tro­cken­bau­firma und Gerät aus­ge­lie­hen und siehe da, die Werte waren kata­stro­phal. Irgend­wel­che Fragen? 

    Ich weiß ja nicht wie alt Euer Haus ist aber viele Häu­ser wur­den in den letz­ten Jah­ren nach­i­so­liert. Und das hat lei­der nicht nur posi­tive Effekte .

    Durch die nach­träg­lich stär­kere Däm­mung und Abdich­tung von alten Häu­sern kann es lei­der pas­sie­ren, das eine schlech­tere Ent­lüf­tung ent­steht. Und wenn die Däm­mung nicht ganz sach­ge­mäß durch­ge­führt wurde, dann wird die Schim­mel­bil­dung erst rich­tig ange­regt. Da rei­chen kleinste undichte Stellen. 

    Eines ist aber sicher, wenn der Schim­mel durch schlechte oder fal­sche Iso­lie­rung ent­stan­den ist, soll­tet Ihr ver­su­chen eine Miet­min­de­rung zu erwirken. 

    Das größte Pro­blem am Schim­mel ist aber in der Tat die gesund­heit­li­che Gefähr­dung für die ganze Fami­lie. Es kann lang­fris­tig zu chro­ni­schen gesund­heit­li­chen Beschwer­den kommen. 

    Hier kom­men noch ein paar Tipps eines Mie­ter­bun­des zur Bekämp­fung des Schimmels

    1. Ver­rin­gern Sie die Luft­feuch­tig­keit indem Sie mehr­fach täg­lich eine kurze (ca. 10 Minu­ten lange) Stoß­lüf­tung vornehmen.
    2. Lüf­ten Sie vor allem, wenn gerade Was­ser­dampf ent­stan­den ist: nach dem Duschen, Baden, Kochen, Bügeln usw.
    3. Ein Hygro­me­ter ist ein Meß­grät, wel­ches die rela­tive Luft­feuch­tig­keit anzeigt. Damit kön­nen Sie bes­ser erken­nen, wann die Zeit zum Lüf­ten gekom­men ist. Spä­tes­tens bei 60% Luft­feuch­tig­keit sollte gelüf­tet werden.
    4. Innen­tü­ren zwi­schen unter­schied­lich beheiz­ten Räu­men soll­ten immer geschlos­sen sein. Immer wenn auf­ge­heizte Raum­luft in einen küh­len Raum gelangt, gibt es einen Kon­den­sa­tor­ef­fekt d.h. die Feuch­tig­keit kon­den­siert an küh­len Stellen.
    5. Lüf­ten Sie im Win­ter nicht ste­tig mit gekipp­tem Fens­ter — das Lüf­ten dau­ert zu lange und die Fens­ter­bank kühlt zu stark ab. Bes­ser: Sie öffnen die Fens­ter kurze Zeit voll­stän­dig (Stoß­lüf­ten) und stel­len einen leich­ten Durch­zug her.
    6. Je käl­ter und win­di­ger es drau­ßen ist, desto kür­zer muß gelüf­tet werden.
    7. Lüf­ten ist auch sinn­voll, wenn es drau­ßen regnet.
    8. Je mehr Per­so­nen sich in einem Haus­halt befin­den d.h. je mehr gekocht, gewa­schen etc. wird, desto öfter muß gelüf­tet werden.
    9. Möbel nicht direkt an die Außen­wand stel­len. Am bes­ten einige Zen­ti­me­ter Abstand von der Wand hal­ten, damit die Luft hin­ter den Möbeln zir­ku­lie­ren kann.
    10. Klei­nere Schim­mel­spu­ren (z.B. an Dich­tun­gen, zwi­schen den Flie­gen­fu­gen usw.) kön­nen unpro­ble­ma­tisch mit einem Scheu­er­mit­tel oder einem All­zweck­rei­ni­ger besei­tigt wer­den. Nur bei groß­flä­chi­gen Schim­mel­spu­ren reicht eine rein äußer­li­che Rei­ni­gung nicht mehr aus.
    11. Vor­sicht vor Che­mi­ka­lien, Schimmel-Ex, Antischimmel-Produkten usw. — sie ent­hal­ten starke hoch­do­sierte Her­bi­zide, die nicht nur den Pilzen/ Schim­mel gefähr­lich wer­den kön­nen. Eine Bera­tung durch einen Fach­mann ist hier unbe­dingt zu empfehlen.
    12. Hat sich der Schim­mel bereits groß­flä­chig auf der Wand ver­teilt, hilft kein Über­strei­chen oder Tape­zie­ren mehr. Die Spo­ren des Schim­mel­pil­zes kön­nen so nicht mehr abge­tö­tet wer­den. Es hilft nur noch die Stel­len zu trock­nen und grund­le­gend neu zu verputzen.

    Max, so lange der Schim­mel nicht besei­tig wurde, ver­sucht Noah nicht in dem Raum schla­fen zu las­sen. Sicher ist sicher.

    Ich wün­sche Euch viel Glück!!!

    Liebe Grüße

    Regine

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